In diesem Jahr ist es der 30. Juli

Der Erdüberlastungstag gibt zu denken

Die Medien berichten: Heute ist "Erderschöpfungstag". Das heißt: Alles, was wir ab heute bis zum Rest des Jahres an Ressourcen verbrauchen, ist "auf Pump", also zu Lasten künftiger Generationen.

Die blau leuchtende Erdkugel mit Wolkenbändern vor dem Hintergrund des dunklen Weltalls
In den 1970-er Jahren war das Verhältnis noch ausgeglichen: Die Menschheit verbrauchte, was die Erde an nachwachsenden Rohstoffen zur Verfügung stellen konnte. Das ist heute nicht mehr so: Wir leben ökologisch gesehen auf zu großem Fuß. Natürliche Ressourcen wie Holz oder Fisch sind schon fast mitten im Jahr verbraucht und die Grenze der von der Erde problemlos aufnehmbaren Abgase wie CO2 ebenfalls erreicht.
Immerhin: Die Überlastung der Natur nimmt derzeit nicht sehr stark zu - bereits in den letzten Jahren lag der Erdüberlastungstag Ende Juli. Etwas weniger freundlich ausgedrückt: Die Menschheit verbraucht seit vielen Jahren rechnerisch die Ressourcen von 1,8 Erden - die es natürlich nicht gibt. Und noch weniger freundlich: Der Verbrauch an natürlichen Rohstoffen ist regional sehr unterschiedlich; bezieht man den Ressourcenverbrauch auf die deutsche Bevölkerung, werden jährlich bereits die Ressourcen von 3 Erden verbraucht - damit liegt in Deutschland der Erdüberlastungstag schon am 10. Mai.
All diese Zahlen machen deutlich, dass ein Blick auf nachwachsende Rohstoffe für unser Wirtschaften durchaus dringend ist.
F. Ziegler