Quelle des Lebens und Licht der Welt

Verabschiedung und Einführung unserer Kirchenältesten

Nach sechs Jahren ehrenamtlicher Leitungsarbeit mit mehreren Tausend gemeinsam geleisteter Stunden einen Schnitt zu machen ist mehr als angemessen: Rückblick, Ausblick, Neuwahlen, Dank und Segen geben dem persönlichen Engagement eine Struktur.

Die ausscheindenden (Mitte) zusammen mit den wieder- und neugewählten Ältesten.
Zugegeben: Der Termin am späten Samstagnachmittag war nicht für alle Interessierten ideal. Der Sonntagmorgen war belegt durch den Neujahrsempfang der Stadt. Der Gottesdienst mit Verabschiedung der ausscheidenden und Einführung der neuen Kirchenältesten hätte also besser besucht sein können. Bewegend war er dennoch.
Kirchenchor und Posaunenchor sorgten gemeinsam mit Bezirkskantorin Bärbel Tschochohei für die musikalische Umrahmung.
Verpflichtung und Einsegnung der gewählten Ältesten
Pfarrer Ralf Bönninger und Fritjof Ziegler gaben zusammen mit Dekanin Ulrike Trautz den 8 scheidenden Ältesten einen Segen mit auf den weiteren Weg und verpflichteten und segneten die verbleibenden 11 zusammen mit 5 neuen Kirchenältesten für ihr Ehrenamt. Damit hat die Evang. Kirchengemeinde Bretten und Gölshausen weiterhin ein erhebliches Potenzial an Leitungspersönlichkeiten für die verschiedenen Arbeitsbereiche. Es war also mindestens missverständlich, dass die öffentliche Berichterstattung von der Wahl im November sechs Frauen als neue Leitungspersonen hervorhob: Erstens sind es immer noch 16 Älteste, und zweitens sind zumindest noch drei Männer darunter. Richtig ist, dass sich das Gremium durch die Staffelübergabe verjüngte.
Schale und Kerze als Symbol - für den Grund christlicher Zuversicht ebenso wie für das, was Christen in die Welt hinein tragen wollen.
Ein Psalmwort stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes: "Denn bei dir ist die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht." Entsprechend bekamen die neuen Ältesten eine Schale und eine Kerze mit auf den Weg - zunächst auf den Weg in die Gemeinde, um mit Wasser aus diesen Schalen alle an ihre Taufe zu erinnern. Verbunden mit einem Zuspruch, den sie weitergeben sollten.
Tatsächlich sollte hervorgehoben werden, dass die gewählten Ältesten als Ehrenamtliche bereits in der vergangenen Wahlperiode ein erhebliches Pensum zu bewältigen hatten: In zusammen mehreren Tausend Sitzungsstunden wurden die Fahrpläne für Gemeindefusion, Coronazeit, Regionalisierung und Gemeindehausrenovierung verantwortet - um nur die schwerwiegendsten Angelegenheiten zu erwähnen. Umso beeindruckender, wenn mit Leo Bräuer ein Kirchenältester nach 36 Jahren Mitverantwortung in der Gemeindeleitung verabschiedet wurde!
Die Kirche für die Zukunft fit zu machen ist weiterhin die Aufgabe von Haupt- und Ehrenamtlichen gemeinsam. Dabei sind neue Wege nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht - und wenn man realistisch ist, werden wohl auch nicht alle alten Traditionen weitergeführt werden: Orientierungspunkt soll sein, was Menschen brauchen und suchen.