Bei der Tagung ging es um die Frage, ob das von Philipp Melanchthon im Jahre 1530 verfasst Augsburger Bekenntnis, die Confessio Augustana, nicht wichtige Anknüpfungspunkte für das ökumenische Gespräch im 21. Jahrhundert bietet. Dietrich Becker-Hinrichs betonte bei seiner Begrüßung, dass die Confessio Augustana damals so etwas wie eine ausgestreckte Hand war. Melanchthon hatte die Glaubensartikel bewusst so offen formuliert, dass auch die römische Kirche hätte zustimmen können. Auch heute gibt es katholische Theologen und Theologinnen, die der Confessio Augustana Katholizität bescheinigen. Kardinal Koch formulierte es so: „Mit der Confessio Augustana sollte eine Brücke zwischen verschiedene Religionsrichtungen gebaut werden. Das ist nicht gelungen. Aber die Pfeiler stehen. Bauen wir mit heutigen Kenntnissen und Wissen am gemeinsamen Werk.“
Nach dem Eintrag ins goldene Buch der Stadt Bretten stand der Kardinal bei einem Empfang in der Stiftskirche den zahlreich erschienen akatholischen Mitchristen Rede und Antwort.







