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Umbau des Gemeindehauses

Vom Bauen und Aufeinanderbauen

Am 6. Juli 2017 fand das Kolloquium mit den Architekturbüros und dem Ausschuss für die Sanierung des Gemeindehauses statt. Auch Vertreter des Evangelischen Oberkirchenrates waren anwesend. Die Vertreter der Kirchengemeinde erklärten, dass ihnen eine multifunktionelle Nutzung des Gemeindehauses in Zukunft wichtig wäre. Es soll sich von einem Vereinsheim für geschlossene Gruppen zu einem Begegnungszentrum entwickeln können. Am 20. September 2017 lagen alle fünf Entwürfe vor, dann tagte die Jury, die aus drei Fachpreisrichtern (ArchitektInnen des Evangelischen Oberkirchenrates und ein externer Professor für Architektur) und vier Sachpreisrichtern (VertreterInnen der Kirchengemeinde) bestand. Die fünf Entwürfe waren anonymisiert eingereicht worden. Es war spannend, wie unterschiedlich die fünf Architekturbüros die gestellte Aufgabe beantwortet hatten. Nach intensiver Besichtigung der fünf eingereichten Modelle und der Pläne kam die Jury zu einem einstimmigen Entschluss.
Quelle: Dietrich Becker-Hinrichs
Blick auf das 1. Geschoss
Der Entwurf der Architekten Eichinger und Schöchlin aus Waghäusel wurde von allen sieben Jurymitgliedern auf den 1. Platz gesetzt. Auch die beratenden Mitglieder aus den verschiedenen Arbeitsfeldern der Kirchengemeinde waren von dem Entwurf überzeugt. Er fand dann auch in der Gemeindeversammlung am 24. September 2017 große Zustimmung. Der Entwurf zeichnet sich dadurch aus, dass die gestellten Aufgaben (barrierefreier Zugang, zweiter Fluchtweg für Brandschutz, offene Begegnungszone) optimal bearbeitet wurden und ohne zu großen Aufwand in dem vorhandenen Gebäude realisiert werden können. Man betritt das Gemeindehaus im Erdgeschoss durch den bisherigen Eingang, der aber über eine Rampe seitlich barrierefrei zugänglich ist. Das Obergeschoss wird durch einen freigestellten, gewendelten Treppenlauf aus dem Foyer erschlossen. Im Treppenauge wird der zentrale Aufzug, der alle Ebenen erschließt, platziert.
Der mit dem Einbau aus den 70er Jahren stark beeinträchtigte Chorraum der alten katholischen Kirche wird dadurch erlebbar.
Quelle: Dietrich Becker-Hinrichs
Blick auf das Erdgeschoss
Im Erdgeschoss gelangt man dann in ein Foyer mit einer Bistrozone, im Hintergrund befindet sich die Küche. Rechts und links gehen Gruppenräume ab, die durch Falttüren abgetrennt sind. So kann das Erdgeschoss z.B. bei großen Festveranstaltungen zu einem Raum geöffnet werden. Die alten Eingänge der katholischen Kirche werden reaktiviert, so dass rechts und links weitere Ausgänge vorhanden sind. Im Obergeschoss bleibt ein großer Saal, der mit einer Trennwand von einem kleineren Saal zu unterteilen ist. Im Hintergrund des Saals befindet sich eine Fluchttreppe, die zu einem Notausgang Richtung Süden führt.
Am 19. Oktober 2017 beschloss der Kirchengemeinderat, dass der 1. Preisträger auch mit der Planung der Renovierung beauftragt wird.
 
Umbaupläne